Qualitätszeit

Okay, das Wort macht mir selbst ein bisschen Angst. Qualitätszeit. Was bedeutet das? Heißt das, es gibt Ramschzeit, die man am Wühltisch findet und die nach Chemie stinkt – und es gibt eine gute Zeit, die hübsch verpackt ist und mit der man vor seinen Freunden angibt?

Naja. Ihr wisst schon was ich meine. Es gibt Tage, die man kübeln kann. Oder solche, an denen man nur Stress hatte und seine Kinder nicht sah. Und dann kommen wieder diese Momente, die man in ein Glas abfüllen will und für später aufheben möchte.

Ich hab lange Tage mit noch längeren Agenden hinter mir. Es waren solche, in denen ich meine Kinder nur zum Anziehen und Abgeben (in diverse Betreuungseinrichtungen) sah. Ich bin ehrlich: Das macht mir zu schaffen. Jeder einzelne Tag, an dem es so läuft.

Darum habe ich den heutigen Abend sowas von in ein Riesen-Rex-Glas abgefüllt und mit Hand beschriftet. „Vor Freude jauchzendes Kind in beleuchteter Wasserrutsche bei Nacht“ steht da drauf. Diese Zeit, die wir lachend, nass, zusammen, nach 18.00 Uhr und ohne Anruf und Email verbracht haben, die bekommt man definitiv nicht am Wühltisch. Die war ganz besonders. Umso besonderer, weil einige Ramsch-Tage vorausgegangen sind.

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