So oder so.

Entscheidungen und ich …
wir sind keine Freunde.

Ich zerdenke und zerkaue Pros und Kontras, leide wie ein angefahrene Katze und laufe mir mehrere Kilos von den Rippen. Entscheidungen versetzen mich ein einen vorübergehenden Ausnahmezustand. Machen mir Angst. Gehen mir an die Substanz.

Ich versuche so sehr durch die richtige Tür zu gehen.

Tatsache. Ich bin so bemüht die richtige Entscheidung zu treffen, dass ich ganz vergesse, dass es kein richtig oder falsch gibt. Nur ein so oder so. A oder B. Links oder rechts. Das was nach einer Entscheidung kommt ist nicht Schwarz oder Weiß, sondern grau. Ein Mischwert. Manches ist besser, anderes nicht – aber in jedem Fall wird es ein bisschen dauern bis man in der neuen Situation so richtig angekommen ist.

Pinterest-Zitat-Bildchen wollen mir weiß machen, dass am Ende jeder Entscheidung ein Topf Glück auf mich wartet. Das ist Bullshit. Ich weiß aus Erfahrung, dass es nicht immer so ist. Manchmal geht man eben durch die falsche Tür. Das ist kurz sehr bescheuert. Aber kein Weltuntergang. Dann drückt man eben die nächste Klinke. Jede Tür macht um eine Erfahrung reicher.

Die letzten vier Sätze sind hier ganz salopp dahingeschrieben – in tatsächlicher Lebensechtzeit ist es ein holpriger Weg, gepflastert von achterbahnfahrenden Emotionen, Unsicherheiten und wieder neuen Entscheidungen. Was erzähl ich euch? Haben wir das nicht alle schon erlebt?

Ab und zu da will ich nicht durch Türen hasten. Da möchte ich Platz nehmen, einen Kaffee trinken und alles genießen, wie es gerade ist. Das Leben muss nach meinem Geschmack nicht immer ein wilder Ritt sein. Es scheint aber recht en vogue zu sein Mauern einzureißen und sich im fortlaufenden Umbruch zu befinden. Wer Veränderungen zelebriert, zeigt, dass er keine Angst hat. Und wer den Macker raushängen lässt, ist gut.

Nicht, dass ich Veränderung nicht schätze. Ha! Ich bin quasi gerade erst auf den Geschmack gekommen. Aber momentan läuft es aus meiner Warte so gut, dass kein Bedarf an Mauernumreißen da ist.

Dennoch. Ich stehe vor diesen beiden Türen. Durch eine muss ich gehen. 

Ein Freund sagte kürzlich: „Du wirst wissen, wenn du eine Entscheidung fällen kannst.“

So war es auch. Ich schreibe nun seit fast einer Woche an diesem Beitrag – heute wusste ich es. Und ich habe es schnell laut ausgesprochen, bevor ich es mir anders überlegen konnte. Die Klinke ist gedrückt, mal sehen was sich hinter der Tür verbirgt.

59b691048be406f2e71b45138a44092b

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s