Reflektieren. Was ist das? Und wozu?

Es gibt das dieses schöne Wort: Reflexion.
Dazu Zeitwort dazu ist reflektieren.
Ich sage ’schönes Wort‘, weil das Reflektieren für mich etwas Wunderbares ist. Wunderbar Wichtiges. Für mich und alle, die mir in dieser Sache ähnlich sind, ist es etwas seelisch Essenzielles Existenzielles.
Etwas zu reflektieren heißt, Vergangenes noch einmal auf den Schirm zu holen. Es vor sich hinzustellen. Im Standbild-Modus. Wie ein Hologramm. Und dann rundherum zu gehen. Es von allen Seiten beäugen, begutachten, bewerten, beobachten, bedenken.
Reflektieren heißt verarbeiten. Oder anders gesagt: All die Gedanken nachholen, die in einem kurzen Moment des Geschehens gar nicht möglich waren. Reflektieren ist die Nachspielzeit einer Gegebenheit. 

Immer wenn das Leben zu wenig Zeit für diese Reflexionen übrig lässt, dann stauen sich die unbearbeiteten Gedanken wie morgens die Autos auf der A1. Moment fährt auf Moment auf, die Fragezeichen rollen wie eine Blechlawine hinter dir her. Bis es schlussendlich zum Auffahrunfall der seelischen Aktenzeichen XY Ungelöst kommt. Dann kracht’s.
Wir kennen das. Immer ungelegen, meist sind Unschuldige involviert.
Wenn kein Ventil zur Hand ist, wird der Dampf irgendwo und irgendwann abgelassen. Wer schickt jetzt den Seelen-ÖAMTC?

Bevor es soweit kommt – Ich persönlich brauche diese Reflexion wie einen Bissen Brot. Dafür nehme ich mir Zeit. Oft sind es nur ein paar Minuten vorm Einschlafen. Oder ein paar mehr Minuten in einem (echten) Stau. Ich verbringe viel Zeit in meinem Kopf. Hauptsache ich kann manches wieder und wieder durchkauen, bis es sich irgendwann – fast unbemerkt – aufgelöst hat.

Ist es nicht so? Sobald etwas für uns keine belastende Bedeutung mehr hat, verschwindest es aus der Prioritätenliste der Gedanken. Das Gehirn arbeitet effektiv. Nur keine Gedanken verschwenden.

In diesem Sinne, fröhliches Zeit-im-Kopf-verbringen!

3 Gedanken zu “Reflektieren. Was ist das? Und wozu?

  1. Oh ja, ich bin auch eine „Reflektorin“, manchmal auch zu viel des Guten… 😉
    Aber ich würde mir sehr oft wünschen, dass sich manche Leute mal etwas mehr Gedanken darüber machen was gerade eben passiert ist bzw. sie gemacht haben, vor allem im Umgang mit Kinder!
    Danke für deinen Text!!
    lg Kerstin

    Gefällt 1 Person

  2. Ich finde reflektieren auch ganz wichtig, besonders im Bezug auf die Kinder & und unseren Umgang in der Familie. Auch reflektiere ich oft meine eigenen Muster. Aber ich merke auch, manchmal tut es auch gut, sich einfach nur hinzusetzen und alles sein – zu – lassen. Loslassen. Mit dem Reflektieren aufhören und atmen 🙂

    Liebe Grüße,

    Birgit

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s