Lachen hilft.

Wir machen Witze über Blondinen, über Politiker, über Amerikaner und Franzosen – aber über Behinderte lachen wir lieber nicht. Da haben wir das Gefühl etwas Falsches zu sagen. Das ist politisch nicht korrekt, oder?
Warum?
Ist es nicht das Schönste und Normalste der Welt über sich und seine Eigenheiten lachen zu können?
Übereinander lachen zu können, bedeutet einander zu vertrauen und zu respektieren. Lachen verbindet, lachen bricht das Eis, lachen hilft.

Die neue Kampagne des Diakoniewerks setzt bewusst etwas andere Schritte zur Inklusion.
Ich finde das so bedeutet und wichtig, dass hier hier darüber schreiben möchte.

Das Making of der Kampagne berührt mich sehr – immer wieder, wenn ich’s mir ansehe. Spendet diesen besonderen Menschen ein paar Minuten eures Lebens uns seht euch das an.

„Was denken Kannibalen, wenn sie einen Rollstuhlfahrer sehen? Essen auf Rädern!“ Diesen Witz erzählt der 9-jährige Thomas, der im Rollstuhl sitzt, anderen Kindern und sie lachen danach so herzhaft, dass Thomas‘ Behinderung schnell in den Hintergrund rückt. Und genau das will das Diakoniewerk mit seiner aktuellen Kampagne erreichen. Gemeinsam zu lachen, sich dabei ein Stück näher zu kommen und Berührungsängste abzubauen.

Zugegeben: Solche Scherze – wie der Kannibalen-Witz – können lustig sein. Besonders aber, wenn man nicht selber die Zielscheibe ist. Andererseits: Gehören solche Witze nicht auch zum Alltag dazu? „Behinderten-Witze gehören für mich dazu, weil Menschen mit Behinderung sind auch ganz normale Menschen“, sagt Hannes S., Peer-Berater, der selber im Rollstuhl sitzt und auf Assistenz angewiesen ist. Er möchte auf keinen Fall mit Samthandschuhen angefasst werden und sieht es eher als Ausgrenzung, wenn aus falscher Scham auf Humor verzichtet wird.

Mit der Kraft des Humors
Die Kampagne soll aufzeigen, dass Inklusion im Alltag auch über Humor passieren kann – Humor gilt als einer der inklusivsten Kräfte und lässt vor allem Normalität einfließen. Sobald über ein Tabu gelacht wird, ist es kein Tabu mehr. „Lachen ist wichtig, egal ob mit oder ohne Behinderung. Wer über sich selber nicht lachen kann, der tut mir leid“, so Theresa B., die mit Trisomie 21 geboren wurde.

Gemeinsam lachen und einen Schritt aufeinander zu gehen. Das soll die Kampagne bewirken. „Lachen hilft. Spenden auch.“ soll aber auch bewusst machen, dass es wichtig ist, Organisationen, die sich um Menschen kümmern, die Hilfe dringend brauchen, auch finanziell zu unterstützen. Denn nur so kann auch in Zukunft gemeinsam noch viel gelacht werden.

Lach mit! Hilf mit!
Grund zum Lachen und Möglichkeiten zum Helfen gibt’s auf lachenhilft.at

Die Kampagne kann unter den Hashtags #lachenhilft #spendenhilft #lachenhilftspendenauch verfolgt, geteilt und unterstützt werden.

 

 

Zum Diakoniewerk
Das Diakoniewerk ist ein modernes Unternehmen im Sozial- und Gesundheitsbereich, das zeitgemäße Angebote für Menschen mit Behinderung, für Menschen im Alter, im Bereich Gesundheit und in der Ausbildung entwickelt. Neben diesen Kernkompetenzfeldern engagiert es sich in der Stadtteilarbeit und Flüchtlingshilfe, bietet Sozial- und Familienberatungsstellen, führt einige Wirtschaftsbetriebe und eine Weiterbildungsakademie. Das Diakoniewerk orientiert sich in seiner Arbeit am christlichen Menschenbild und schöpft aus 140 Jahren Erfahrung in der Betreuung und Begleitung von Menschen. Rund 3.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich in rund 170 Einrichtungen in Österreich und im internationalen Umfeld. Ehrenamtlich Tätige sind eine wertvolle Ergänzung. Das Diakoniewerk ist Mitglied der Diakonie Österreich, einer der fünf großen Wohlfahrtsverbände in Österreich.


 

 

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