Meine Muskeln unter Strom.

Bisher kannte ich nur 4 Bedeutungen von Strom:

Strom, das,
Substantiv, Eigenname;
Nachlokal in Linz an der Donau, angenehm versifft, hat Kultstatus und steckt voller Erinnerungen diverser Linzer, inklusive mir.

Strom, der,
Substantiv, maskulin;
großer, meist ins Meer mündender, Fluß (Donau)

Strom, der,
Substantiv, maskulin;
Masse, die sich in dieselbe Richtung bewegt;
vergl.: Gegen den Strom schwimmen. = Anders als alle anderen sein.

Strom, der,
Substantiv, maskulin;
fließende Elektrizität, braucht man heutzutage dauernd (für Laptop, Licht, Elektroautos), besonders für Kinder sehr gefährlich

Heute hab ich erfahren wie es ist, wenn fließender Strom durch deinen Körper zuckt, während du versuchst ein Workouts zu machen. Es nennt sich M.A.N.D.U. und fühlt sich ungefähr so an:

Bildschirmfoto 2017-09-01 um 20.18.18

 

Das ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben. In Wirklichkeit war’s bestimmt gar nicht so schlimm. Immerhin macht man sowas freiwillig und zahlt richtig viel Geld dafür.

Ich hatte heute die Möglichkeit bei M.A.N.D.U. probezutrainieren. Winkwinke zu Doris.  Wer eventuell auch mal Lust hat, bei M.A.N.D.U. können Neugierige kostenlos und unverbindlich ein Probetraining vereinbaren.

M.A.N.D.U. – dein unabhängiger Stromanbieter.
Mandu ist ein Angebot von vielen, um die Muskel fit zu kriegen. Soweit ich das mitbekommen habe, stammt die Methode ursprünglich aus Reha-Zentren. Besonders nach einem Bandscheibenvorfall half die Technik Bandscheibenvorfall-Genesenden ihre Beschwerden verschwinden zu lassen.
Ich habe mir sagen lassen, dass der Strom die Muskeln weit tiefer trainiert, als ein herkömmliches Training das schafft. Das ist vor allem gut für die Funktionalität und Vitalität des Körpers, weniger für hügelige Mucks, die sich unterm T-Shirt abzeichnen. Die muss man sich dann noch extra antrainieren.

Meine persönliche Erfahrung:
Es ist vor allem extrem ungewohnt, wenn man beim Training anstatt gemütlicher Klamotten plötzlich ein enges, nasses (!) Korsett trägt und an Kabeln hängt. (Nass, damit der Strom besser leitet.) Die Kleidung und die eingeschränkte Bewegungsfreiheit ist also Umstellung Nummer 1.

Die elektronische Muskelstimulation ist das nächste Novum. Alle 4 Sekunden wird der Körper unter Strom gesetzt. „Impuls“ nennt es der Coach. Währenddessen versucht man durch Anspannung der Muskel das Kribbeln ein bisschen erträglicher zu machen.
Ich hatte heute richtig Mühe mich auf etwas anderes zu konzentrieren als auf den Strom. Der Coach war mit der Dosierung auch nicht gerade zimperlich. Er bekam beim Erstgespräch mit, dass mir Sport kein Fremdwort ist. Dementsprechend wollte der die Muskeln nicht unterfordern. (Unter uns: Meine Muskeln sind Sissis.)

Umstellung Nummer 3: Das Training dauert sagenhafte 15 Minuten. (Das Anziehen jeweils auch so lange ;-). Das klingt erstmal großartig. Normalerweise dauert meine Einheiten zwischen 30 und 60 Minuten (ohne Anziehen). Nach 10 Minuten wusste ich, warum das so ist. Ich hätte keine 16. Minute ausgehalten. Das Training ist r.i.c.h.t.i.g. anstrengend. Deine Muskeln arbeiten, als hättest du mindestens doppelt so lang geschwitzt. Das ist auch das eigenartige. Betätigung und Erschöpfungsgrad passen nicht richtig zusammen. Zumindest, wenn man es natürlich gewohnt ist. Ob das gut oder schlecht ist, weiß ich noch nicht.

Mein Fazit:
Über Erfolgserlebnisse oder ähnliches kann ich natürlich nach einem einzigen Training nicht berichten. So ehrlich muss man sein. Wir wurden zu einem zweiten Probetraining eingeladen. Der Coach meinte, erst dann könnte man richtig beurteilen ob es das Richtige für einen ist.
Ich schaue mal, wie’s mir morgen geht.
Dann entscheide ich, wie ich weitermache.

Für mich ist Sport vor allem etwas, um den Kopf frei zu kriegen.
Dazu brauche ich ein bisschen Natur, meine eigene Geschwindigkeit und Gelegenheit unkonzentriert zu sein zu können.

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