6,5 Stunden Salzburg.

Wie das wohl wäre in einer Stadt zu leben, in der man sich – wenn man sonntags auf ein Eis gehen will – durch Massen von Touristen drängeln müsste, die alle paar Meter ein Foto machen wollen? Ich weiß es nicht. Wir leben dort nicht. Wir waren nur für einen kurzen Besuch in einer Stadt, die ich sehr genial finde: Salzburg.

Anfahrt mit dem Zug

Ich liebe mein Auto, aber im Zug hab ich beide Hände frei, beide statt am Lenkrad. Das hat den Vorteil, dass ich Uno-Karten halten, Ausmalbilder ausmalen und Jause auspacken kann. Das ist entscheidend, wenn ich mit junger Begleitung reise. Außerdem entfällt das lästige Parkplatzsuchen und die Parkgebühren vor Ort.

Kostenpunkt: unter 30 Euro mit der Westbahn (Linz – Salzburg, Salzburg – Linz, Kind fährt kostenlos)

Hello Mozartstadt

Salzburg ist so klein, dass man um 3,80 Euro eine Tageskarte für die Öffis kaufen kann, sie aber de facto nicht braucht. Selbst Kinder legen die kurzen Strecken zwischen den Attraktionen mühelos zurück. Außerdem gilt wie in jeder anderen Stadt: Zu Fuß erlebt man einfach mehr.

 

 

Über die neue Fußgängerbrücke geht's zur Salzburger Altstadt.
Die Festung Hohensalzburg und ganz viele Liebesbekundungen.

Mönchsberg und Museum der Moderne

Wir sind mit dem Aufzug auf den Mönchsberg gefahren und haben dort im Museum der Moderne eingecheckt. Zum empfehlen ist der Blick auf Salzburg vom Restaurant und von den umliegenden Aussichtspunkten, sowie der außergewöhnlich gut sortierte Museumsshop.

Kostenpunkt: 8 Euro fürs Museum (ermäßigt), 3,70 Euro für den Lift (Berg- und Talfahrt)

Museum-der-Moderne-Mönchsberg-Salzburg-Fahne-Kunstwerk

Museum-der-Moderne-Mönchsberg-Salzburg-Mai

Zauberflötenspielplatz

Anschließend ging’s in den Mirabellgarten. Denn dort ist der Zauberflötenspielplatz. Ein großes Paradies für kleine Menschen. Wir hätten’s dort länger ausgehalten, hätte es nicht plötzlich in Strömen geregnet.

Ich will hier einen Sketch wiedergeben, der in Wirklichkeit ein echtes Gespräch war. Wir haben dafür niemanden belauscht, keine Sorge, die Familie hatte einfach Präsenz.

Mutter (Wiener Dialekt, auf dem Bankerl sitzend, quer über den Spielplatz rufend): „Kind, magst du eine Banane?“
Kinder (ins Spiel vertieft): „Nein.“
Mutter: „Kind, magst du vielleicht ein Weckerl?“
Kind (immer noch spielend): „Nein.“
Mutter: „Na magst du vielleicht einen Schluck Orangensaft?“
Kind (offensichtlich wunschlos glücklich): „Nein.“
Mutter: „Kind, magst du Haribo?“
Kind unterbricht das Spielen, läuft zur Mutter und greift zu den Süßigkeiten.
Mutter (streng): „Aber doch nicht so viele! Nur zwei Stück, du darfst nicht so viel Süßes. Das ist ungesund.“

Eintritt frei
Wo? Mirabellplatz 4, 5020 Salzburg

Zauberflöten-Spielplatz-Salzburg-Karussel

Zauberflöten-Spielplatz-Salzburg

Schloss-Mirabell-Garten-Salzburg-Mai

Spielzeugmuseum

Leider zu Pfingsten geschlossen. Ansonsten ein Highlight.
Vor allem wenn man jüngere Kinder hat, ist Spielzeugmuseum meiner Meinung nach empfehlenswerter als das Haus der Natur. Es ist ein Museum zum Mitspielen und Mitmachen. Stufen rauf, Rutsche runter. Mit Kugelbahnen, Kinderkino und Modelleisbahn. Kurzweilig und modern.

Kostenpunkt: 2 Euro für Kinder zwischen 4 und 15, 4 Euro für Erwachsene
Wo? Bürgerspitalgasse 2, 5020 Salzburg

Haus der Natur

Einmal Eiszeit, quer durchs All und wieder zurück. Das Haus der Natur ist ein Klassiker, aber meines Erachtens schon etwas in die Jahre gekommen. Außerdem sollte man es nicht als letzten Programmpunkt eines langen Tages besuchen (das als dringende Notiz an mich!). Denn da ist das Kind nicht mehr aufnahmefähig für die Fülle an Themen und Information, die das Haus der Natur bietet.

Kostenpunkt: 6 Euro für Kinder, 8,50 für Erwachsene
Wo? Museumspl. 5, 5020 Salzburg

Abend ging’s mit der Bahn wieder heim. War waren müde, aber sehr aufgeladen und zufrieden.

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