Matze!

Wie ich einen Brief schrieb, ein Ja gewann und meine Angst vor einem großen Fisch überwand.

Seit über einem Jahr geht er mit mir laufen. Geredet hat immer nur er. Matze Hielscher hat mit seinem Podcast Hotel Matze ein bezahltes Hobby, mit dem er sich vom Delegieren als Chef ablenkt und sich wöchentlich mit Schauspielern, Künstlern und Erfolgsverwöhnten trifft. Exklusiv in meinem Ohr. (Und denen von bis zu 200.000 anderen Menschen.)

Das Bild zum Ton.

Ich weiß noch, wie ich ein Bild zu der tiefen Stimme hinter Hotel Matze gegoogelt habe und es nicht glauben konnte. Ich hatte mir Matze älter, bärtiger und sehr anders vorgestellt. Kleiner wahrscheinlich auch.

Wenn man jemanden regelmäßig trifft, und sei es nur als Stimme, hat man das Gefühl man würde einander kennen. Zumindest ich ihn. Währenddessen stand Matze Hielscher vorgestern einer Fremden gegenüber. Ich hab ihn nämlich getroffen. Aber nicht nur das: Ich hab ihn interviewt und das Gespräch mit dem Handy aufgezeichnet. Quasi einen Podcast gemacht. Und wir waren spazieren. Zusammen mit 47 Leuten. Verrückt.

Trotzdem: Von Mensch zu Mensch ist es wie immer anders. Vor allem der Geruch. So viele Stunden ich Matze schon zugehört hatte, der Geruch war ganz fremd und neu. Schön, dass der persönliche Kontakt trotz allem technologischen Fortschritts einzigartig ist und bleibt.

Matze ist übrigens in wirklich genauso sympathisch, neugierig, gelassen, unkompliziert und gut drauf wie er in den Medien rüberkommt.

Der Brief.

Wie kam das jetzt also? Wie kam Matze nach Linz? Das ist eine schöne Geschichte. Die geht so: Matze war Gast in einem anderen Podcast. Dort wird am Schluss des Gesprächs immer etwas verlost. Diesmal war es ein Spaziergang mit dem Berliner Podcaster. Ich dachte sofort: „Och, das wär nett. Aber Berlin ist weit. Ob er nach Linz kommen würde? Aber wäre das nicht eigentlich was für unseren FRTG in der Agentur? Eine Veranstaltungsreihe, wo wir uns mit interessanten Menschen treffen. Zuhören, reden, fragen, was trinken und was mitnehmen. Ach, ich mach das jetzt einfach… mehr als mich ignorieren kann er ja nicht.“

Ich setzte mich an die Schreibmaschine und tippte Folgendes:

Ein paar Wochen später schrieb er zurück: Ich bin dabei. Let’s did it!

Der große Fisch.

Mein Kommunikationskanal sind geschriebene Worte. Dafür kann ich nicht reden. Also schon. Aber nicht so eloquent, mitreißend und schlagfertig wie andere. Schon gar nicht vor Publikum.

Mit Matze im Fredmansky Hof vor über 40 Menschen zu talken, war zweifelsfrei eine Überwindung. Aber ich hätte mich in den Hintern gebissen, hätte ich der Angst den Vortritt gelassen.

Am Ende des Gesprächs verrät Matze, was er auf eine Plakatwand schreiben lassen würde, bekäme er mitten am Linzer Hauptplatz eine zur Verfügung gestellt:

Keine Angst vor großen Fischen.

Die Spazier-Gang: 47 Fredmanskys & Gäste mit Matze vom Hotel Matze.

2 Gedanken zu “Matze!

  1. FRDMSKs FRTGs M&M — Dankeschön (noch einmal) dafür, es war sehr super, Maggie & Matze. (Mit so schönen ‘Sagern’ wie: ‘Das Schlimme an unserer Generation ist ja, dass jeder immer alles macht.’ Und das mit dem Mut zur Unabhängigkeit, und den Fischzitaten an Hauswänden.) Lieber ausreden statt Ausreden. Und auch wenn das mit dem bloggen ja ‘ganz schwierig’ ist [Zitat M. H.], den Blog hier möcht ich nicht missen. Darauf auch mein Wort.

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    1. Dankeschön. Schön war auch „Die Aufgabe der Chefs 2019 ist, auf ihre Mitarbeiter aufzupassen. Begeisterung schwappt schnell in ein Zuviel über. Hashtag Burnout.“

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