19 Fragen an 2019

Oder: Ein Rückblick.

Das Jahr war ein wilder Ritt. Es gab hohe Höhen und tiefe Tiefen.
Jetzt, am Ende des Jahres, schaue ich auf die guten Tage und denke mir: Wow, was für ein fantastisches Jahr es war!

Wie jedes Jahr schaue ich noch einmal zurück. Gemeinsam mit euch und gemeinsam mit den alten Fragen von Okka Rohd und neuen von mir.

Welchen Moment werde ich mir aufheben?

1) Ein Moment aus 2019, den du dir aufheben wirst?
Die Venus. Der Matze. Wieder ein erster Schultag. Die Nacht, an die sich kaum jemand erinnern kann. Die guten Tage, die in diesem Jahr zurückkehrten. Die Menschen, denen ich näher kam. Die Partys. Das Barcelona. Das Laufen. War das schon ein Moment?

2) Welche Entdeckung hast du in diesem Jahr gemacht?
Mich. Ich hatte mich ganz schön von mir selbst entfernt in den letzten Jahren. Dieses Jahr bin ich mir auf liebevolle Art und Weise sehr viel näher gekommen.

3) Was hast du über dich herausgefunden?
Dass in mir noch die Partyqueen von damals steckt.

4) Worin bist du weitergekommen?
In meiner Entwicklung. Ich kam 2019 aus meinem Schneckenhaus. Zuerst zögerlich. Dann mit immer zutraulicher.

5) Was hast du noch nicht geschafft? Was wirst du tun, um es zu schaffen – oder ist das schon in Ordnung so?
Ich habe nicht inskripiert. Ich war sooo (bildet mit Zeigefinger und Daumen eine klitzekleinen Abstand) knapp davor mein Propädeudikum zu starten. Der erste Schritt zur Ausbildung als Psychotherapeutin. Aber dann. Dann wurde mir klar, dass ich jetzt schon auf Anschlag bin. So viel Arbeit, so viel Familie, wie passt da noch ein Studium rein? Aber abgeschrieben habe ich diesen Plan noch nicht.
Ich habe außerdem vieles nicht gesagt und getan was ich ganz gern gesagt und getan hätte.

6) Ein Ort, den du dieses Jahr für dich entdeckt hast?
Ich glaube, ich komme jetzt in diese ominöse Alter wo man genießt, „was man aufgebaut hat“. Klingt wie kurz vorm Löffel-Abgeben, aber ich habe mein Zuhause mehr genossen.
Außerdem habe ich zweifellos die Tanzfläche wieder entdeckt.

7) Worauf warst du stolz? Bei dir – bei anderen?
Meine Kinder sind wieder ein Jahr wunderbarer geworden.
Ich bin stolz darauf, dass sie meistens wissen, worauf’s im Leben wirklich ankommt.
Beruflich war ich sehr auf stolz auf mich. Aber nie so, wie auf meine Herde. Und alle die Menschen, die mir etwas bedeuten.
Beruflicher Erfolg ist mit dem Glück, dass man mit Menschen haben kann, nicht vergleichbar.

8) Wie geht´s deinem Körper? Und deinem Herzen?
Beide in bester Form.

9) Was (oder wen) hast du vermisst?
Die berühmte beste Freundin. Die Person, die man mitten in der Nacht anruft, weil einem ein Gedanke nicht loslässt. Die, mit der man heulend am Bett liegt, und die einem Prosecco nachschenkt, wenn man dabe Kummer hat. So richtig kitschig echte Freundschaft hab ich dieses Jahr vermisst. Beziehungen sind in unserer Zeit platonischer, oberflächlicher und effizienter geworden. Oder empfinde das nur ich so?

10) Wenn du am 1. Januar so viel Geld gewinnen würdest, dass du ein ganzes Jahr nicht arbeiten müsstet und machen könntest, was immer du möchtest – was würdest du tun?
Ich würde ein kleines Hotel eröffnen oder einen Shop für schöne Bücher und Papeterie. Oder beides zusammen. Ich würde mir jemanden suchen, der das mit der gleichen Begeisterung mit mir zusammen macht. Wir hätten eine gute Zeit und vielleicht sogar Erfolg. Wenn nicht, auch gut. Wir hätten ja noch das Geld.

11) Was soll sich nächstes Jahr ändern?
Ausnahmsweise gar nicht so viel. Mehr Stabilität wäre zur Abwechslung super. Oder vielleicht auch langweilig. Hm, ich weiß schon, was sich ändern könnte … aber das bleibt in meinem Kopf.

12) Wenn 2018 ein Gebäude wäre, dann welches?
Eine Disko.

13) Was hätte dir verdammt gerne so richtig am Arsch vorbeigehen dürfen (und tat es dann doch nicht)? Hast du eine Ahnung, warum diese Sache (oder dieser Mensch) so lange in dir herumrumort hat? 
Fast wollte ich sagen, das Burnout. Aber im Grunde war es eines der wichtigsten Dinge, die passiert sind. Der Aufprall ganz unten, nach all den Momenten des Fallens, der war notwenig, um aufzustehen.
Also war es das, was mir am Arsch vorbeigehen hätte dürfen aber dann eben doch nicht. Lange herumrumort haben dennoch einige Menschen in mir … ja, vor allem waren es Menschen, nicht Dinge. Manche haben gut rumort, manche unangenehm. Manche drehen noch immer ihre Runden in meinem Kopf und meiner Seele.
Ich bin aber besser darin geworden, das Rumoren gut sein zu lassen. Ich kann distanzierter auf das blicken, was mich aufwühlt.
Nicht immer, aber immer öfter.

14) Wenn du das Jahr auf eine Waage legst – links den ganzen Blödsinn, Ärger, die Enttäuschungen und Anstrengungen, rechts das Schöne, das Glück, die Freude und Zufriedenheit – zu welcher Seite würde sie sich neigen? Oder würde sich beides die Waage halten?
Viele Tonnen Glück.
Nur eine Tonne für für Tonne.

15) Würdest du 2019 gerne wiederholen?
Zum Teil ja. Die guten Dinge natürlich.
Ich möchte auch unbedingt nochmal gerne eine Venus gewinnen. Und jemanden für den FRTG bei FRDMSK.

16) Ein Souvenir, das du aus diesem Jahr mitnimmst? 
Erinnerungen, Sätze, Venus.

17) Ein Plan für 2020?
Nö.
Manchmal ist es ein guter Plan, keinen Plan zu haben.

18) Der beste Rat dieses Jahr?
Es sind nicht die Dinge, die uns Angst machen.
Es ist unsere Sicht darauf.

19) Was rufst du 2018 zum Abschied nach?
Kommst du noch mit rauf?

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