Covida la vida. Angekommen in einer neuen Wirklichkeit.

Die erste Woche Home-Office, Daheim-Unterricht und Daheim-Bleiben ist geschafft. Der Anfang war ein Sprung ins eiskalte Wasser, aber es wurde mit jedem Tag besser. Gestern und heute waren wir schon richtig eingegrooved. Ich habe auch das Gefühl, dass wir als Büro, als Agentur, in der neuen Realität angekommen sind. Es zeichnen sich Strukturen ab. So wie das obligatorische „Guten Morgen“ im Slack. Die ZOOM-Teamkonferenz zu Tagesbeginn. Das Teilen der Fotos vom Mittagessen. Menschen bleiben soziale Wesen, auch wenn sie Abstand halten müssen. „Social Distancing“ ist für mich deshalb der falsche Begriff. Wir gehen nur räumlich auf Distanz, menschlich rücken wir näher zusammen denn je. (I love it!)

In der Agentur haben wir quasi über Nacht umgestellt. Von dem, wie wir’s seit immer gewohnt waren zu einem Arbeitsalltag ohne Büro, ohne Drucker, (fast) ohne Termine. Unsere Geschäftsführung hat sich mega verhalten. Diese Rosen gehören hier mal gestreut. Sie gingen und gehen nicht nur mit einer positiven Grundstimmung voraus, die uns alle trägt, sie informieren uns laufend offen und ehrlich darüber, was auf uns zukommt und was die Pläne sind. Stichwort: Kurzarbeit. In fragilen Zeiten ist Information immens viel wert.

Wir sind eine 4-köpfige Familie mit beachtlichen Fixkosten. Diese Woche gab’s in Österreich fast 100.000 neue Arbeitslose. Künstler und Selbstständige zeichnen in den sozialen Medien ein düsteres Bild. Natürlich macht man sich Gedanken. Natürlich fängt man an, zu rechnen. Bevorzugt um 2 Uhr morgens, anstatt zu schlafen.

Down and up.

Das erste Tief hatte ich Mitte der Woche. Ein paar gutes Gespräche, Waldspaziergänge mit dem Kind und die Sonne haben das Down abgefedert. Ich ließ mich vom Positivismus anstecken. Begann, mich in unserem Schlafbürozimmer richtig gut zu konzentrieren, auch wenn ich wusste, dass die Kinder nebenan sind. Öfters kam auch eins von ihnen ins Zimmer, um wir etwas zu zeigen oder zu fragen, wann ich Mittagspause hätte. Anfangs war das nicht einfach. Weder für die Kinder, noch für mich. Diese Konstellation hatten wir nie. Wenn ich remote arbeitete, dann war ich dabei allein. Wenn ich daheim war, war ich Mama. Plötzlich vermengten sich Arbeit, Schule und Freizeit. Das war trotz Stundenplan, den wir letzten Sonntag für die Woche gestalteten, anfangs ein heilloses Chaos. Solidarität half. Ein guter Satz von jemanden, der mir wichtig ist. Rückenwind von einem Freund. Das half.


Was noch hilft. Zusammengefasst, am Ende von Woche 1:

  • Struktur
  • strikt getrennte Arbeits- und Spielzeiten
  • neue Kernarbeitszeiten (mit mehr Pausen zum Spielen)
  • Geduld, bis sich jeder an die neue Struktur gewöhnt hat (Achtung: das geht nicht von heute auf morgen)
  • noch mehr Geduld
  • Gelassenheit
  • Zeiten, in denen man selbst ungestört/alleine sein kann, um Kraft zu tanken
  • Lachen
  • Spaß haben
  • Daran zu denken, dass wir alles noch unseren Enkeln erzählen werden (Was wollen wir dann erzählen?)

Ich hoffe, der Zauber des Anfangs hält an. Heute ging dazu ein Text von mir Online, der mich selbst mit seiner positiven Art angesteckt hat.Wenn ihr mögt, lest ihn hier: https://fredmansky.at/a/corona-danach

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