Die Klasse ist geschlossen. Lang lebe die Klasse.

Ich sende ein herzliches Hallo aus einem Zustand, von dem ich bis gestern um 19.00 nichts ahnte.
Die Klasse der Jüngsten ist behördlich geschlossen. Es gibt eine Covid19-Fallhäufung. Dass wir Eltern bis dato nicht einmal von einem (Verdachts)fall wussten, nehme ich mit der Gelassenheit hin, die sich einstellt, wenn man Kommunikationsversagen bereits als Muster dechiffriert hat. Die Pandemie schafft es doch tatsächlich, die Schule nach 2 Jahren immer noch zu überraschen.

So wurde uns gestern eine Notbetreuung zugesichert. Heute Mittag hat man erkannt, dass das ja eigentlich nicht Sinn der Übung sein kann. Eine Klasse wegen Covid-19 Fällen zu schließen, um die Kinder in einer Betreuungsgruppe wieder zu vereinen … hm, oder?

Wie gut, dass ich vorsorglich zuhause geblieben bin. In Absprache mit dem Arbeitgeber. Aber ohne Klarheit, ob das Urlaub, Pflegeurlaub, Sonderbetreuung oder unerlaubtes Fernbleiben ist. Wie gesagt. Ich nehme es mit der Gelassenheit hin, die sich nach zwei Jahren Krisenfail eingestellt hat.

Das Wichtigste ist: Wir vier sind alle (noch) gesund und testen täglich. Wir haben den Mut noch nicht verloren und vertragen uns immer noch ganz gut. Wir haben wir beispielsweise den Tag heute überstanden?

Wir schrieben bereits gestern einen Tagesplan: Aufstehen, Frühstück, Anziehen, Lernstart um 8.00, dazwischen Pausen und Lernen bis 12.00. Das Lernpaket war zwar erst um 10.00 zu holen, aber ich hab das Kind gut mit der Wiederholung des Wir-lernen-die-Uhr beschäftigt ergo gequält. Erster Tobsuchtsanfall um 8.30. Zweiter Kaffee um 9.00. Aber dann lief‘s. Mittagessen verspätet. Dafür noch einem kranken Kind das Lernpaket samt Carepaket (Süßigkeiten, Spielen und Brief) geliefert.

Bei der Hausübung wurde des zäh. Die Tochter fragte nach Spielkameraden und vermisste die Schulfreunde. Prima, den wie vielen Tag haben wir? Ach ja, den ersten. Harry Potter rettete uns über den Nachmittag. Morgen gehts weiter. Ich finde diese Woche ist absehbar. Ich hoffe mal einfach, dass wir das nicht noch ein paar Mal während der Pandemie erleben. Wobei die Chancen derzeit ganz gut stehen.

Wem geht’s ähnlich?

5 Gedanken zu “Die Klasse ist geschlossen. Lang lebe die Klasse.

  1. Ojegal – behördlich geschlossene Schulklasse klingt nicht so gut!!
    Aber zwischen den Zeilen lese ich raus dass es euch gut geht, du deinen unerschütterlichen Optimismus noch hast und deine Tochter die Uhrzeit quasi schon blind beherrscht.
    Heute ist bereits Mittwoch – die Woche neigt sich bereits dem Ende zu – Durchhalten – ihr macht das großartig!!
    LG – Sonja

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    1. Danke Sonja, du entschlüsselt das zwischen den Zeilen ganz richtig. Wir machen das Beste draus und es klappt oft wirklich ganz gut muss man sagen. Es hat auch voll seine guten Seiten, wenn man die schlechten mal weglässt. Darüber schreibe ich im nächsten Beitrag 🙂
      ganz liebe grüße Leni

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  2. Statt der Klasse ist hier die KiTa geschlossen. Mittlerweile schon in Woche 2 und zum 2. Mal, nachdem es in der Notbetreuung Ausfälle beim Personal gab. Ich tippe auf maximal Notbetreuung nächste Woche, sollte sich ausreichend und wieder gesundetes Personal finden. Aber egal ob Notbetreuung oder komplette Schliessung: da wir Eltern nicht beide arbeiten, muss mein Kind eh zu hause bleiben.
    Immerhin ohne Aufgaben, da noch KiTa. Allerdings mit 3.598 Wörtern bereits am Vormittag und der Möglichkeit, dass meine Schulkinder oder deren direkte Sitznachbarn positiv getestet werden.
    Pläne für die nächsten Tage werden zwar immer gemacht, aber immer mit einem „wenn“, das darüber schwebt.

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    1. Es ist einfach eine verrückte Zeit. Ich ärgere mich, dass bei uns gerade die Lockerung der Maskenpflicht in der Schule beschlossen wurde. Jetzt, wo die Inzidenzen so hoch sind wie noch nie. Gut möglich, dass unsere Klasse dann noch einmal geschlossen wird, sollten sich wieder 3 gleichzeitig anstecken. Bei 24 Kindern lässt sich das Spielchen ein paar Mal spielen.
      Bei uns geht’s daheim mit dem Lernen gut voran, muss ich sagen. Ist mir so lieber als die „Betreuung“ in der Schule wo nur gespielt wird und nicht gelernt. Da bleiben die Grundschüler halt voll schnell mit dem Lernstoff zurück. Und das ist immerhin der ganz wichtige Grundstock.
      Gute Nerven dir weiterhin!!

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  3. Uiuiui – wir hatten das mit dem Homeschooling vor ner Weile zum ersten Mal… und es ist noch härter als ich gedacht hatte 😀
    Schicke dir starke Nerven und liebe Grüße, Martina

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