WIB Wochenende in Bilder 9.7.+10.7.22

Seit Monaten nehme ich mir das vor, endlich schaffe ich es halbwegs, unser Wochenende zu protokollieren. Längst war nicht überall die Kamera dabei – aber ein paar Bilder sind’s geworden.
Am Freitag startet das jüngere Kind in die Ferien. Ich lass mich von ihrem Gefühl anstecken, obwohl ich am Montag schon wieder arbeiten muss.

Das Garteln ist mein Yoga. Morgens und abends mache mich meine Kontrollrunde im Garten: Nacktschnecken Hausverbot erteilen, gießen, ernten, staunen. Den Grünen Daumen muss ich mir erst mühsam nach dem Trial-and-Error-Verfahren erarbeiten. Ich habe schon gelernt: Die Blätter der Snackgurken muss ich wegschneiden, damit die Früchte Licht (und Energie?) zum Gedeihen haben. Seit diesem Versuch ist die Ernte ertragreicher.
Auch der Samstag startete im Gartenhaus. Die Luft war frisch, kühl und nass. „Fast schon herbstlich“, denke ich kurz und schiebe die Gedanken an die Jahreszeit, die als nächstes kommt, weit weg von mir.

Am Vormittag gehe ich laufen. Ich rufe die Tochter bei der vereinbarten Entfernung zuhause an und sie fährt mir mit dem Roller entgegen. Im Ort treffen wir uns und besorgen wir ein Kindergeburtstagsgeschenk und stellen uns im Supermarkt um ein Feriengutscheinheft an.
Nachmittags vertreiben wir uns im Streichelzoo die Zeit. Wir streicheln weiche Pferdemäuler (schon wieder so ein Yoga) und lernen, dass der Esel zum Abnehmen hier sind. Ich dachte erst, das Tier wäre trächtig, aber es wurde nur zu ambitioniert ernährt.

Abends steige ich aufs Rad und fahre bei einem für Sommer typischen Bild los: gelbe Weizenfelder und ein schwarzer Himmel, der ein Sommergewitter ankündigt. Ich fahre zu einem Open Air Konzert, auf das wir seit 17. Juli 2020 warten. Damals im Juli 2020 war die Welt noch eine andere. Es gab zwar schon Corona, aber vieles andere noch nicht.
Vor mir liegen 15 Kilometer hin und die gleiche Strecke später wieder zurück. Ich weiß, dass ich sehr bald nass sein werde, aber seltsamerweise finde ich meine Freude daran. Das klingt jetzt vielleicht arg pathetisch, aber ich mag es, die Natur hautnah zu spüren. Und Eindrücke zu erleben, die mir aus dem goldenen Käfig eines trockenen, schnellen Autos verwehrt blieben würden. Zum Beispiel nachts heimfahren, über dunkle Straßen, die – aufgeheizt vom Sonnentag – nun vom Regen mystisch dampfen.
Vorher erleben wir aber noch ein mega Konzert. Erst bei der Zugabe schüttet es wie aus Kübeln und wir tanzen wild auf der nassen Wiese. „Linz, du geiles Schatzi“ kommentierte Marco Wanda.

Die Nacht danach war kurz. Ich kam erst um Mitternacht heim, quatschte den Mann noch voll und stellte begeistert all meine Eindrücke vor ihm ab. Um 6 holte mich das Kind aus den Federn. Ich war wohl zu müden, um ihr klar zu machen, dass ich noch zu müde war.
Wir frühstückten, spielten Karten und wollen danach noch einem Pferdemäuler streicheln fahren.

Eine Ziege steckte ihr hungriges Maul durch den Zaun. Sorry Ziege, die Karotten gehören den Hasen.

Später daheim passiert mir etwas, das mir seit Jahren nicht mehr passiert ist: Ich schlief mitten am Tag ein. Noch vor dem Mittagessen döse ich mit meinem Ebook weg. Wer weckte mich verlässlich? Richtig. Das Kind.

Nachmittags fuhren wir in eine Trampolinhalle. Davor musste ich leider zur Tankstelle.
Wer tanken will, kann daheim nur mehr Nudeln essen. Shit, aber die Nudeln sind ja auch teurer geworden. Also schnell ein paar Eiswürfel kurz in einer Pfanne erhitzen und nach Bedarf abschmecken. Spaß beiseite: Bei uns kommt noch Fleisch auf den Tisch. Aber ich habe meinen Tank-Intervall von 2-wöchentlich auf 1-mal-im-Monat ausgedehnt. Wann immer es geht, fahre ich mit dem Rad. 30 Kilometer sind es ins Büro in wieder heim.

Jetzt ist Sonntag Abend, ich bin leider noch immer sehr k.o.
Die Wochen und Monate hängen sich an. Ein bisschen noch durchhalten, dann stehen auf für mich zwei Wochen Ferien an.

Mehr Wochenenden in Bildern gibt’s hier bei den Großen Köpfen.

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